In einem unserer letzten Gottesdienste sah Ines Folgendes in der unsichtbaren Welt vor sich gehen:

Es kamen Engel in unseren Gottesdienstraum, sie alle hatten Ölkannen in der Hand.

Sie stellten sich neben die Menschen, die zu dieser Zeit grad in der Anbetung Gottes waren.

Mein Eindruck war, sie warteten darauf, dass die Menschen bereit waren, sich Öl geben zu lassen. Aber keiner wandte sich ihnen zu. 

Ich gab den Eindruck weiter, mit dem Hinweis, auf das Gleichnis Jesu von den 5 klugen und den 5 törichten Jungfrauen in Matthäus 25,1-13, dass der Herr mir ins Gedächtnis rief.

Das Gleichnis spielt wiederum auf eine jüdische Hochzeit an, wie auch das letzte Bild aus dem Newslewtter von dem weißen Tuch, das auf die Gemeinde herab kam, die „Chuppah“.

Im diesem Gleichnis nun warten die Jungfrauen auf das Kommen des Bräutigams in sein väterliches Haus, den Höhepunkt der Hochzeit. Hier setzt unser Gleichnis ein. Die Braut befindet sich bereits im Haus des Vaters, nun soll der Bräutigam geholt werden. Hierzu sendete man Frauen aus der Umgebung der Braut. Hier sind es 10 Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegen gingen.

Die Torheit der einen Hälfte der Jungfrauen bestand darin, dass sie kein Öl mitnahmen, als sie die Lampen nahmen. Umgekehrt sind die gefüllten Krüge mit Öl ein Kennzeichen der Klugheit. Es handelte sich um kleine Krüge mit Vorratsöl, laut jüdischer Überlieferung. „Als aber der Bräutigam lange nicht kam“, verständlich, dass sie alle „schläfrig wurden und einschliefen.“

Als nun der Bräutigam aber kam, waren die Fackeln der Törichten ausgebrannt, die Klugen jedoch, konnte ihre Lampen wieder auffüllen und gingen mit dem Bräutigam hinein zur Hochzeitsfeier.

Die Törichten nun, als sie zurück kamen, waren zu spät. Die Härte des Ausspruchs „Ich kenne euch nicht!“ als sie eingelassen werden wollten, trifft um so mehr, als sie sich ja bemüht hatten, Öl bei den Kaufleuten nachzukaufen.

Wie beim letzten Bild mit der Chuppah, geht es hier um das Kommen des Messias. Jesus bezeichnet sich selbst als den Bräutigam in Mt 9,15, Joh 3,29, Luk 12,36. Also werden hier die Jünger mit den Jungfrauen verglichen. (Die brennenden Lichter, die auch nach Lk 12,35f zu den Jünger gehören).

Nun sehen wir, dass alle Jungfrauen auf das Kommen des Bräutigams warten, dass heißt auf die Wiederkunft Jesu. Dennoch unterscheiden sie sich, in „klug“ und „töricht“.

Worauf bezieht sich nun das Öl in den Krügen und Lampen. Wenn man die Bibelstellen vergleicht, hängt es immer mit dem neuen Leben aus Gott zusammen (Heiliger Geist, Freude, Heilung von Krankheiten). Die Frage lautet, führen die Jünger ein Leben in der Nachfolge Jesu. In der Offenbarung gibt es ein Einschlafen, sogar ein tot sein, wenn der Glaubensgehorsam abstirbt (Off 3,1).

Die Klugen sind also, die im Gebet und im Gehorsam treu geblieben sind, die ihren Glauben bis zur Wiederkunft lebendigen erhalten haben. 

Da wir die Wiederkunft, das Kommen des Bräutigams nicht kennen, sollen auch wir wachsam sein, das ist, was ich sehr oft von Gott für die Gemeinde höre, „seid wachsam!“, jederzeit bereit vor dem endzeitlichen Richter zu erscheinen.

Ich glaube, dass die Engel, als Boten Gottes, in unserem Gottesdienst, ein liebevoller Ruf Jesu, zur Wachsamkeit im Glauben für uns sind! Die Engel standen bereit, wer hat sich neues Öl geben lassen? 

Achtet auf die Botschaft eines Zu-spät in der Bibel.

Alle trifft der Ruf um Mitternacht, also am Ende der irdischen Geschichte, im Schlaf, also im Nichtwissen des Termins. Aber die Klugen haben sich von Gott, immer neues Glaubensleben (damit denke ich an lebendigen Glauben) geben lassen. Jesus wird also ausschließen vom Gottesreich die Törichten. Die Tür bleibt zu! Ein hartes Wort! Aber in unserer jetzigen Zeit gesprochen, ein Zeichen Seiner unendlichen, grenzenlosen Liebe für uns.

Wir sollten Gott bitten, dass ER uns vor diesem Zu-spät bewahrt! Vertraue, dass es Sein Wille ist.

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