Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes.
–  1.Petr.4,20  –

Der Heilige Geist fordert uns durch Petrus auf, einander zu dienen. In dieser Welt ist für viele Menschen der Dienst oft nur ein notwendiges Übel und die Motivation dafür entweder persönliche Vorteile, eine gute Bezahlung oder die Möglichkeit, sich besser ins Rampenlicht zu stellen.
Dienste, die uns selbst etwas kosten, die kaum einer sieht oder unbequem sind, haben kaum Konjunktur.

Als Nachfolger Christi sind wir vom Meister Lernende. Jesus ist unser Vorbild wenn er sagt: „Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig…“ (Mt.11,29), oder: Der Größte unter euch, soll den anderen dienen. (Mt. 23,11)

Paulus drückte Jesu Dienst so aus: „Geht so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat. Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. Er verzichtete auf alles; er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt.
Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb.“ (Phil.2,5-8)

Mit anderen Worten: diese Gesinnung sei in uns. Nun weiß jeder von uns ziemlich genau, wie nah dran oder wie weit er von dieser Gesinnung entfernt ist.
Unsere Prägung, Ansprüche, Wünsche und Erwartungen bestimmen oft unsere Entscheidungen und meistens muss sich der Wille Gottes unserem Willen unterordnen, anstatt umkehrt. Oft ist das der Grund, warum wir bewusst weghören, wenn Gott redet und wir sagen lieber: „Ich kann Gottes Stimme nicht hören.“ Dann sind wir wie der Prophet Jona, den Gott erst in Schrecken versetzen musste, bis dieser ihm diente und nach Ninive ging.

Was motivierte Jesus dazu, der Menschheit zu dienen und sogar für ihre Errettung den Tod eines Verbrechers auf sich zu nehmen? Die Liebe dazu, den Willen des Vaters zu tun; und so wie Gott der Vater die Menschen dieser Welt geliebt hat, so war die Liebe des Sohnes eins mit ihm.
Der Schreiber des Hebräerbriefes drückt es so aus: „Er war bereit, den Tod der Schande am Kreuz zu sterben, weil er wusste, welche Freude ihn danach erwartete.“ (Hebr.12,2)
Du und ich sind seine Freude und eine Frucht seiner Leiden (Jes. 53,11), wenn wir unser Leben auf seinen Willen ausrichten.

Wenn unsere Freude mit der unseres Herrn Jesus Christus übereinstimmt, dann sind wir auf dem besten Weg, entsprechend der Gesinnung Christi zu leben und zu dienen, wie es Paulus ausdrückt: „Macht meine Freude dadurch vollkommen, daß ihr eines Sinnes seid, indem ihr die gleiche Liebe hegt und einmütig dem gleichen Ziel zustrebt und nichts aus Rechthaberei oder eitlem Ehrgeiz tut, sondern in Demut einer den andern höher als sich selbst erachtet; jeder habe nicht (nur) seinen eigenen Vorteil im Auge, sondern jeder auch den des andern. (Phil.2,4)

Es grüßt euch herzlich
Euer Thomas
(Pastor)

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