Ein Fasten wie Gott es liebt

Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit oder seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?

– Jesaja 58, 5 –

Gott hat uns nie dazu aufgefordert, unsere Gefühle, Erfahrungen oder Sünden zu analysieren. Was der Heilige Geist durch Johannes den Täufer sagte, ist dies: „Siehe das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinweg nimmt!“ (Joh.1,29)

Sieg über Sünde kommt daher, dass wir uns auf Christus ausrichten und nicht, dass wir uns beständig selbst zermürben. Im Alten Testament erreichten die Israeliten darüber einen Status der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Sie hatten gefastet und ihrer Seele strenge Bußübungen auferlegt und trotzdem ignorierte Gott diese Art von Bemühungen.

Sie suchten in ihrer eigenen selbstgewählten spirituellen (religiösen) Art Wiederherstellung und Gott lehnte dies ab, indem er sagte: „Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem HERRN wohlgefälligen Tag?“ (Jes.58, 5)

Gott ist offensichtlich nicht erfreut darüber, wenn wir uns selbst solche Lasten auferlegen, durch die wir uns Gehör und Anerkennung bei ihm versprechen. Er hat einen viel wirksameren Weg uns freizusetzen! Stattdessen, dass wir mit schlechtem Gewissen herumlaufen erwidert Gott darauf: „Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, dass, wenn du einen Halbnackten siehst, du ihn kleidest und dich deinem Volksgenossen nicht entziehst?“ (Verse 6-7)

Gott beseitigt die Lähmung unserer Selbstanalyse, indem er uns auffordert von uns selbst wegzuschauen, aufzuhören auf unsere Unvollkommenheit zu schauen und sich in das Leben und die Erfordernisse anderer einzubringen. Er hat verheißen, dass er dann mit uns sein wird und sich um die anderen Dinge in unserem Leben kümmert (Mt.6,33).

Der folgende Vier-Punkte-Plan zeigt uns auf, wie wir überwinden können:
1. Erkenne an, dass du nur allein aus Gottes Gnade ein ihm wohlgefälliges Leben leben kannst
2. Sieh dich selbst als gerecht in Christus und richte deine Gedanken auf Jesus‘ vollbrachtes Werk am Kreuz aus
3. Meide es bewusst, dich zwanghaft um dich selbst zu drehen
4. Diene Gott, indem du anderen dienst
Wer dies tut, dessen Licht wird aufleuchten in der Dunkelheit und der Herr selbst wird ihn leiten und stärken! (Verse 10-11)

Es grüßt euch herzlich Euer
Thomas
(Pastor)

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